Pressemitteilung der Katholischen Pfarrgemeinde Coburg St. Augustin

Zar Ferdinand von Bulgarien lebte nach seiner Abdankung 1918 fast 30 Jahre im Exil in Coburg. Als er 1948 starb, wurde er in der „Koháry-Gruft“ der Pfarrkirche St. Augustin beigesetzt, wo zuvor schon seine Eltern bestattet wurden. Seitdem ruhen seine sterblichen Überreste in einem „Reisesarg“ (siehe Bild), da es sein erklärter Wunsch war, seine letzte Ruhestätte einmal in heimatlicher Erde zu finden.

Nun, 76 Jahre später, sollen seine sterblichen Überreste nach Bulgarien überführt werden, in das Land, das er seit 1887 als Fürst und seit 1908 als Zar regiert hat. Dort sollen sie in der Krypta des Vrana-Palasts ihre letzte Ruhe finden. Diese Überführung geht zurück auf ein entsprechendes Ersuchen von König Simeon II., Enkel von Ferdinand I. und Oberhaupt der bulgarischen Königsfamilie.

Am Montag, 27. Mai 2024 um 17:00 Uhr werden die sterblichen Überreste von Zar Ferdinand im Rahmen eines öffentlichen Gottesdienstes aus St. Augustin verabschiedet.

An diesem Tag wird der Sarg von 13:00 bis 16:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Augustin stehen. Damit bietet sich für alle, die dies möchten, die Gelegenheit, in aller Stille vom Verstorbenen persönlich Abschied zu nehmen.

Einen Rückblick auf das bewegte Leben von Zar Ferdinand bietet ein öffentlicher Vortrag, der am Samstag, 25. Mai 2024 um 19:30 Uhr im Pfarr- und Dekanatszentrum St. Augustin stattfinden wird. Referent ist Dr. Peter Fisch; der Eintritt ist frei.

Coburg, 8. Mai 2024

Gez. Ltd. Pfarrer Peter Fischer

Bild Der „Reisesarg“ von Zar Ferdinand von Bulgarien in der Koháry-Gruft der Pfarrkirche St. Augustin Coburg; © Andreas Kuschbert.

Kontakt Pfarrbüro Coburg St. Augustin,
ssb.coburg-stadt-und-land@erzbistum-bamberg.de

Vertreterinnen und Vertreter der Presse laden wir zur Berichterstattung ein und bitten hierfür bis 23. Mai 2024 um Anmeldung im Pfarrbüro St. Augustin.

Beachten Sie bitte auch den Vortrag zu Zar Ferdinand von Dr. Peter Fisch am 25. Mai.