Über mehrere Monate setzten sich Jugendliche aus dem Katholischen Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land intensiv mit ihrem, Leben, ihrem Glauben und der Kirche auseinander und bereiteten sich so ganz bewusst auf ihre Firmung vor.

Das Sakrament wurde nun 18 Jugendlichen aus Neustadt bei Coburg, Rödental und Sonnefeld von Weihbischof Herwig Gössl in der Pfarrkirche Verklärung Christi gespendet. Für den Weihbischof war es der erste Besuch in der Puppenstadt.
Vorbereitung ist nach Gössl Worten wichtig, entscheidend sei jedoch der Punkt, auf den man sich
vorbereitet, in diesem Fall die Firmung. „Und so lasst euch heute beschenken mit Gottes gutem Heiligen
Geist,“ sagte der Weihbischof in Richtung der Firmkandidaten. Denn die Firmung sei die Zusage Gottes: „Ich
bin bei Dir heute und in Zukunft.“


Chrisamöl und Kreuz – zwei der wichtigen Symbole während der Firmspendung. Zu Beginn seiner
Predigt machte der Weihbischof einen „Ausflug“ in die Welt der Cremes und Salben. So habe jeder und jede
andere Vorstellungen und Erwartungen, gebe es Salben, die heilen, gebe es Sonnencremes, die schützen.
Die Firmung bestehe nach Gössl Worten im Wesentlichen aus der Salbung mit dem kostbaren Öl, mit
dem das Kreuz auf die Stirn gezeichnet wird und der Firmspender dazu den Satz spreche: „Sei besiegelt mit
der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist.“
Durch dieses äußere Zeichen passiere etwas in der Seele, „denn Gott möchte die Seele schützen gegen
böse Einflüsse, so wie eine Sonnencreme die Haut schützt“, konstatierte der Weihbischof. „Gott will die
Seele eines jeden Menschen von innen heraus heilen, wenn sie verletzt, erschüttert wurde.“
Nach Gössls Worten bedeute Christ sein, gesalbt sein mit dem Heiligen Geist. Doch deshalb seien
überzeugte Christen keineswegs weltfremde oder abgehobene Menschen, sondern vielmehr
genausobedroht, wie alle anderen Menschen auch. Christen seien auch verletzbar und anfällig für Sorgen,
Ängste und Nöte. Auch hätten Christen nicht auf alle Fragen eine Antwort. „Aber eines haben wir ganz
gewiss: Die Salbung mit dem Heiligen Geist in der Seele“, so Weihbischof Herwig. „Und das kann uns
niemand mehr nehmen.“ So schenke der Heilige Geist Hoffnung, Mut und Zuversicht und sei eine
unerschöpfliche Kraftquelle.

Wie der Bamberger Weihbischof weiter ausführte, haben die Christen ihren
Namen von Jesus Christus, „und von seinem Wesen soll auch etwas in uns gegenwärtig werden“. So sollten
Christen nicht ihre Ellbogen einsetzen, sondern vielmehr ihre Hände, um zu helfen und zu unterstützen.
Erkennungszeichen der Christen – einst wie heute – das Kreuz. „Das Kreuz will uns zeigen, dass Gottes
Liebe viel größer ist als alle Bosheit“, so Gössl. Das Kreuz sei aber auch ein Hoffnungszeichen. So würden
Kreuze an vielen Orten aufgestellt, sei es an Straßenrändern oder natürlich auf Friedhöfen. „Diese Kreuze
sollen ein Zeichen der Hoffnung dafür sein, dass mit dem Tod nicht alles aus ist.“ Und mit dem Kreuz, dass
er bei der Firmung den Jugendlichen auf die Stirn zeichne, würden diese in die Welt gesendet, um Zeugen
der Hoffnung zu sein. „Und gerade heute braucht die Welt diese Hoffnung“, konstatiere der Weihbischof.
Durch die Salbung des Heiligen Geistes gebe Gott neue Lebenskraft und führe in eine gute Zukunft. „Und
der Heilige Geist trägt dazu bei, dass keiner alleine ist, sondern Teil der großen Weltkirche“.