Nach einem corona-konformen Vorbereitungs-Crashkurs konnten 31 Jugendliche aus den Pfarreien Rödental, Neustadt, St. Marien Coburg und St. Augustin Coburg das Sakrament der Firmung durch Erzbischof Dr. Ludwig Schick in der Pfarrkirche St. Marien in Coburg empfangen.

In seiner Ansprache zeigte der Bamberger Oberhirte auf, dass es den Heiligen Geist und Begabungen verschiedener Arten gibt, damit das Leben gelingen kann. „Mit der Firmung bekommt ihr eine ‚Heilig-Geist-Reminder-App“, so Schick. Diese „App“ sei ebenso nützlich wie Terminerinnerungsapps oder Wecker, da der Heilige Geist an seine Existenz in uns und in der Welt erinnern und zu einer Gemeinschaft beitragen soll. Auch erinnere der Heilige Geist daran, „dass wir als Wunschkinder Gottes in der Welt sind, die so im Plan Gottes vorgesehen sind mit der gleichen Würde und den gleichen Rechten“.

In der Predigt verdeutlichte Erzbischof Schick, dass der Reminder auch dafür da sei, die drei Fragen, die sich laut dem Philosophen Immanuel Kant jeder stellt, zu beantworten. So erinnert der Heilige Geist an das, was ich wissen kann – dass es Gott gibt und er jeden so liebt, wie er ist – ,was ich tun muss – nach den 10 Geboten leben, die Nächstenliebe und Goldene Regel einhalten – und was ich hoffen kann, dass das Leben mit dem Heiligen Geist gut wird und dass das Leben Vollendung findet. „Diesen Reminder dürfen wir aber nicht löschen, sondern müssen ihn lebendig halten“, so Schick. Dies kann durch die Erinnerung an den Firmgottesdienst, die Erinnerung daran, dass der Heilige Geist in uns ist oder ein Gebet passieren. Erzbischof Schick gab den Firmbewerber mit auf den Weg, dass das Ende der Pandemie auch als Neustart mit mehr gutem Geist, Hilfsbereitschaft, Achtsamkeit und Respekt dienen kann.

Da beim Gottesdienst das gemeinsame Singen nicht möglich war, übernahm eine Schola den Gesang. Für die musikalische Gestaltung sorgten Dekanatskirchenmusikerin Gabriele Hirsch an der Orgel und Laura Blümig auf dem Saxophon.